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Verbot von Papageitaucherfleisch gefordert

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Verbot von Papageitaucherfleisch gefordert

Puffins

Photo: Golli.

Die Organisation BirdLife Iceland will dem Umweltministerium einen Gesetzesvorschlag unterbreiten, durch den der Verkauf von Papageitaucherfleisch verboten wird, berichtete RÚV kürzlich.

Das Verbot würde auch andere Arten aus der Familie der Alken betreffen, deren Zahlen weltweit sinken. Papageitaucher gehören zu den bedrohten Tierarten, vor allem Klimawandel und Überfischung bedrohen ihre Existenz.

Der Ornithologe Erpur Snær Hansen findet, dass angesichts der möglichen Ausrottung viel zuviel Papageitaucherfleisch in isländischen Restaurants verkauft wird. “Wie moralisch ist es, dieses Essen auf den Tisch zu bringen, als ob nichts dabei sei, nur um Geld damit zu machen? Während die Lage ist, wie sie ist? Ich denke, Gastronomie und Tourismusindustrie werden ihre Rolle überdenken müssen,” meint Erpur Snær.

Seiner Ansicht nach fällt die Reaktion der Regierung auf die bedrohte Lage von Papageitauchern und anderen bedrohten Vogelarten eher schwach aus. “Wie es scheint, hat die Regierung nur wenig Interesse an der Sache. Das sind natürlich grosse Vogelgruppen, die im globalen Kontext wichtig sind.”

Der Preis für Papageitaucherfleisch schoss in die Höhe, als die Jagd auf die bedrohten Vögel in weiten Teilen Islands verboten wurde. In Nordisland werden die markanten Vögel immer noch gejagt, und man kann ihr Fleisch auch weiterhin in Restaurants im ganzen Land serviert bekommen. “Es wird viel verkauft, an Leute, die sich die hohen Preise leisten können, so ist eben der Restaurantmarkt,” sagt Erpur.

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