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Gemeinderat lehnt Hotelkomplex in Þingvellir ab

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Gemeinderat lehnt Hotelkomplex in Þingvellir ab

Bild aus der Computeranimation der Architekten. Photo: Screenshot via RÚV

Die Behörden in der Gemeinde Bláskógabyggð in Südisland haben den Antrag auf Errichtung eines grossen Luxushotels mit Therme auf dem Land Skálabrekkujörð abgelehnt. Skálabrekkujörð ist in Privatbesitz, das Land befindet sich jedoch am Rand des Nationalparks Þingvellir.

“Wir fanden, dass das Projekt an dieser Stelle nicht in die Landschaft oder in die Nähe des Nationalparks passt,” sagte Helgi Kjartansson, der Gemeinderatsvorsitzende von Bláskógabyggð RÚV gegenüber.

Das Hotel hätte in fünf Schritten gebaut werden sollen. Zunächst war ein Vier- bis Fünfsternehotel mit 120 bis 160 Zimmern, einer Therme, Schwimmbad und einem Restaurant geplant. Im zweiten Schritt sollte ein Touristenzentrum und ein Campingplatz folgen, Schritt drei sah ein Dreisternehotel für Urlauber mit weniger Geld vor. Als nächstes waren Ferienhütten mit einem Sportbereich und Gewächshäusern geplant, im fünften Schritt schliesslich sollte ein 18-Loch Golfplatz mit Clubhaus das Projekt abrunden.

Der Gemeinderat, der alle Projekte in der Region betreut, hatte den Antrag bei seiner Sitzung am 1. Februar auf den Tisch gelegt. Doch konnte man sich auf den Vorschlag in der jetzigen Form nicht einigen.

“Das waren einfach so riesige und gigantische Ideen und grosse Pläne,” erklärt Helgi. Daher war der Gemeinderat der Ansicht, dass das Projekt in der eingereichten Form abgelehnt werden muss, weil es einen zu grossen Eingriff in die Natur bedeute.

Im Gemeinderatsprotokoll heisst es, dass der Gemeinderat nicht generell gegen Pläne von regionalen Landbesitzern sei, Hotels auf ihrem Land zu errichten – sie müssten nur kleiner ausfallen.

Skálabrekkujörð liegt innerhalb des Wasserschutzgebietes von Þingvellir, daher gibt es strenge Regeln für die Nutzung des Landes. Der Gemeinderat weist darauf hin, dass jegliche Strukturpläne erst grünes Licht aus dem Umweltministerium erhalten müssen, bevor sie dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt werden.

Die Gemeinde Bláskógabyggð liegt im Fokus des wachsenden Golden-Circle-Tourismus und sieht ausgedehnten Strukturverbesserungen entgegen. Dazu gehören eine Vielzahl von geplanten Ferienunterkünften rund um das Dorf Reykholt, sowie ein 9,9 MW Wasserkraftwerk im Tungufljót mit Stausee und Staumauer oberhalb des Thermalgebietes Geysir. Auch für das Kraftwerk hat die Gemeinde noch keine Betriebserlaubnis erteilt.

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