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Isländisches Sauerbier mit Walhoden zum Þorrablót

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Isländisches Sauerbier mit Walhoden zum Þorrablót

Photo: Brugghús Steðja/Facebook

Þorrablótliebhaber können sich über eine neue Biervariante freuen, die während des alten Monates Þorri (von Ende Januar bis Ende Februar) in den Alkoholläden zu haben ist. Das Þorrabier aus dem Brauhaus Steðj im Borgarfjörður ist nämlich ein traditionell gebrautes Sauerbier, welchem in Kombucha gesäuerte Walhoden zugesetzt sind, berichtet Vísir.

“Wir haben beschlossen, ein Bier mit gesäuertem Wal herzustellen, aber zu unseren Bedingungen,” erklärt Brauereibesitzer Dagbjartur Arilíus­son.

Die Þorrabiere der Brauerei hatten seit Januar 2014 weltweit für Aufsehen gesorgt, nachdem das Brauhaus verkündete, Walknochenmehl in seinem Bier zu verwenden. Die Lebensmittelausichtsbehörde stoppte das Bier, weil der Rohstoff nicht zertifiziert gewesen war. Im darauffolgenden Jahr brachte Steðj ein Bier mit dunggeräuchertem Finnwalhoden auf dem Markt. Und Dagbjartur konnte sich rühmen, das umstrittenste Bier der Welt zu brauen. Das Bier schaffte es nicht nur in die Medien, sondern sorgte auch für erbitterte Debatten bei Tierschützern.

Die Finnwalhoden stammten von der Firma Hvalur hf., das gleiche Unternehmen, welches zuvor das Walknochenmehl geliefert hatte.

Nun also Walhoden in Kombucha, einem fermentierten Getränk aus grünem Tee, Rohrzucker und lebenden Milchsäurebakterien.

“Das ist gesund für die Verdauung und stärkt die Darmflora,” sagt Dagbjartur. “Wir beschlossen, den Wal damit zu säuern. Das Bier selbst ist nach der belgischen Lambic-Brauweise gebraut, aber auf unsere Weise. Das Ergebnis ist ein Sauerbier.”

Sauerbier ist vom deutschen Markt weitgehend verschwunden, aber in Belgien immer noch weit verbreitet.

“Die Hoden haben wir nach einem Qualitätshandbuch verarbeitet, ein langer Prozess, um das auf korrekte Weise zu säuern. Normalerweise sind Sauerbiere mit wilden Hefen gebraut, aber wir benutzten die gesäuerten Hoden und Bierhefe.” erklärt der kreative Brauer. Eine Menge ausländischer Gäste besuche sein Brauhaus nur wegen der Walbiere.

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