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Der Fall des verschwundenen Fischers

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Der Fall des verschwundenen Fischers

Fisherman in Sjávarútvegshúsið Removed

Die Fassade des Gebäudes der Isländischen Fischerei-Industrie vergangene Woche (l.) und heute (r.). Photo: Grímur Atlason

Die seltsame Zerstörung eines riesigen Kunstwerks, das bis zum Wochenende die Fassade des Gebäudes der Isländischen Fischerei-Industrie im Zentrum Reykjavíks zierte, macht viele Bürger sprachlos. Über zwei Jahre schmückte die Wandmalerei, die einen isländischen Fischer zeigte, die große weiße Wand, bis sie am Sonntag übermalt wurde. Zunächst schien es tatsächlich, dass niemand wusste, wer für diese Aktion verantwortlich war.

Fischereiministerin Þorgerður Katrín Gunnarsdóttir äußerte gegenüber Fréttablaðið, sie sei unglücklich über die Entfernung: „Mir wurde gesagt, wir hätten eine Beschwerde von nahe dem Gebäude wohnenden Leuten erhalten, die erklärten, es sei geplant gewesen, das Gemälde nur vorübergehend an der Fassade zu lassen. Aber es sah sehr gut an der Gebäudewand aus, und Gespräche mit Anwohnern hätten stattfinden müssen, um zu ergründen, ob wir das Gemälde nicht doch dort lassen könnten.“

Das Ministerium erklärte gegenüber Reportern, es habe vom Stadtrat den Auftrag erhalten, das Gemälde zu entfernen, obwohl Ólöf Örvarsdóttir, Planungsleiterin in Reykjavík, nichts über die Sache wusste und überrascht von der angeordneten Bildentfernung war.

Das Wandgemälde wurde ursprünglich als Teil der Deko für das Island Airwaves Festivals im Jahr 2015 an die Wand gemalt. Es sollte kurz nach dem Festival wieder entfernt werden, doch es zeigte sich, dass es das Gebäude so gut zierte, dass die Entfernungspläne nie in die Tat umgesetzt wurden.

Am Dienstag schien es dann so, dass das Gemälde wegen des „lauten“ Anwohners Hjörleifur Guttormsson zerstört wurde, einem ehemaligen Minister und Parlaments-Abgeordneten, der viele E-Mails zur Sache an die Stadt geschickt hatte, da er das Kunstwerk nicht mochte, und in den Mails auch immer wieder fragte, wann es denn nun endlich entfernt würde. Diese Tatsache löste unter Isländern Empörung aus, obwohl einige Humorvolle jetzt ironisch-sarkastisch eine neue Problemlösung anstreben Problemlösung anstreben, nämlich, die Hauswand nun mit einem Porträt von Hjörleifur selbst zu bemalen.

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