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Albanische Familien beantragen isl. Staatsbürgerschaft

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Albanische Familien beantragen isl. Staatsbürgerschaft

Alþingi, Iceland's parliament

Photo: Páll Stefánsson.

Die beiden albanischen Familien mit unheilbaren Kindern, die am 10. Dezember abgeschoben wurden, haben Anträge auf die Erteilung der isländischen Staatsbürgerschaft gestellt, wie RÚV berichtet.

Die Anträge gingen Montagnacht ein und werden nun vom Ausschuss für allgemeine Angelegenheiten des isländischen Parlaments Alþingi bearbeitet. Schon am Montag wurde bekanntgegeben, innerhalb des Ausschusses bestünde Bereitschaft, den Familien die Staatsbürgerschaft zu erteilen. Diese Aussage wurde im Zuge der Proteste gegen die Abschiebung der Familien gemacht.

Mittlerweile gibt es auch ein Bankkonto, auf das Geld zur finanziellen Unterstützung der Familien eingezahlt werden kann.

Ziel ist es, Geld dafür zusammenzubekommen, dass die Reisekosten gedeckt sind, für Unterkunft, Medikamente und andere Notwendigkeiten in der Zeit der Ansiedlung der Familien im Land, schreibt Vísir.

Über 100 Unterstützer der Familien versammelten sich am Dienstag auf dem Platz Austurvöllur in Reykjavík, berichtet RÚV.

In den zurückliegenden beiden Jahren wurde kein Antrag von Albanern auf Asyl in Island gewährt. Ein Drittel aller Asylanträge in Island stammt aus Albanien.

Allerdings erhielten 16 Albaner eine Aufenthaltsgenehmigung.

Von allen Asylanträgen, die in Island im laufenden Jahr eingegangen sind, wurden 75 Prozent abgelehnt. 90 Prozent der Anträge auf Aufenthaltsgenehmigungen wurden indes gewährt.

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